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Evangelisches Kreuzgymnasium

Allgemein

Brief der Schulpfarrerin – Vom Passions-Gestrüpp zum Osterlicht

19.03.2020

Brief der Schulpfarrerin “ Vom Passions-Gestrüpp zum Osterlicht“ – 08. April 2020

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebes Kollegium und liebe Mitarbeitende,

 

Kennt Ihr und kennen Sie dieses Bild? Und wo ist ein Kreuz zu erkennen?

 

 

Lasst Euch und lassen Sie sich zu einer Andacht in den Raum der Stille des Ev. Kreuzgymnasiums einladen!

 

Der Link zum Video:

https://youtu.be/qwKE9jlZ7M8

Bleibt Ihr und bleiben Sie in der kommenden Zeit gesund und behütet.

Ich wünsche Euch und Ihnen eine gesegnete Karwoche und ein frohes Osterfest!

 

Herzliche Grüße von Beate Damm

 

Ich bin gerne für Sie da:

beate.damm@mail.kreuzgymnasium.de

 

Brief der Schulpfarrerin – Stufen (02. April 2020)

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebes Kollegium und liebe Mitarbeitende,

„Rauf oder Runter“ – Das ist die Frage. Sie bezieht sich auch auf die herbeigesehnte Trendwende bei den Infizierten und Genesenden in diesen Wochen.

Wir erleben es „Rauf und Runter“ hängt zusammen. Die gestiegenen Zahlen haben die eigenen Lebensfreiheiten herabgesetzt, vermindert. Freiheiten,  auf die wir für die Gemeinschaft verzichten.

Und hinter den Zahlen stehen Menschen. Es ist keine abstrakte Zahl um die es da geht, sondern es sind Familien, Kinder, Frauen und Männer und ihre Geschichten.

Wir überlegen beim Nachrichtenhören, wann das Leben wieder in die „alten“ Bahnen kommen wird.

Ein wenig ahnen wir, dass es neue, zumindest andere Bahnen sein könnten. Unsere Sehnsucht nach der Normalität, die wir aus heutiger Sicht vielleicht viel höher schätzen als noch vor 2 Monaten, denkt in den inneren Fragen voraus.

Das Bild dieser Treppe, fotografiert in der Abendsonne schaue ich mir immer wieder an. Auf den ersten Blick ist keine klare Richtung zu sehen. Wo geht es nach oben und wo geht es nach unten? Bleiben die Stufen auf dem, noch nicht sichtbaren Teil der Treppe so flach und damit gut zu überwinden? Wohin führt eigentlich dieser Weg?

Die Treppen-Fragen lassen sich auf unsere Situation übertragen. Die Anstrengungen, die wir als Gemeinschaft brauchen, gleichen diesen flachen Stufen. Die Kurve, die Gefahr, soll flach gehalten werden, damit alle, die es brauchen, gut behandelt werden können.

Aber auch denen, die gesund sind, erzählen die Stufen etwas.

Die Treppe ist nicht komplett sichtbar. Wir wissen nicht, wie viele Stufen das sind. Wir müssen es aushalten, dass wir nicht den ganzen Weg übersehen können und wie es aussieht am unteren oder oberen Rand der Treppe.

Die Treppe auf dem Bild ist leer. Aber wir brauchen nicht alleine über die Stufen der kommenden Wochen zu gehen. Es ist ein Miteinander in der Weltgemeinschaft, das nicht nur Möglichkeiten sondern auch Leid teilt.

Das Miteinander zeigt sich auch als gegenseitige Ermutigung und Hilfe, im Kleinen mit Anrufen und Einkäufen. Im Großen mit der Aufnahme von Kranken aus anderen Ländern.

Auf dem Treppenfoto ist ein Ring zu sehen zum Anlegen und Festmachen. Menschen, die glauben, halten sich daran fest, dass sie ihre Wege nicht allein gehen. Im Psalm 139 sagt es ein Mensch ganz zuversichtlich: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“

Übersetzt heißt das, Du, Gott bist immer da. Du siehst (alle) unsere Seiten. Das bedeutet, dass auch unsere Fragen und Ungeduld, die sehr verschiedenen Möglichkeiten und Fähigkeiten, diese Anstrengungsstufen zu nehmen und mit einer Veränderung umzugehen, gemeint sind.

Das betrifft auch die Überforderung zu Hause. Unser Vertrauen und Schwierigkeiten bei der Zuversicht. Zu uns gehört aber auch die Dankbarkeit, dass wir miteinander im Kontakt bleiben können. Mit Aufgaben, mit Nachrichten unter Freunden, mit Bildern, die unser Leben teilen und mit Geschichten, die wir uns erzählen sollten, wenn wir uns wieder sehen.

„Rauf oder Runter“ – Diese Treppe kennen Sie und kennt Ihr vermutlich alle. Sie führt in Pillnitz hinunter zur Elbe. Sie war, bei den schlimmen Hochwassern auch schon überschwemmt. Damals konnte niemand sehen, wo genau der richtige Weg verläuft.  Die Lage musste sich erst wieder beruhigen und die Gefahr zurückgehen.

Ich wünsche uns, dass wir geduldig bleiben und gesund und behütet über die Stufen gehen, die vor uns liegen.

 

Bleiben Sie/ bleibt Ihr gesund und behütet und seid herzlich gegrüßt von Beate Damm

 

Für den Wunsch nach einem Gespräch per Mail bin ich gerne für Sie da:

beate.damm@mail.kreuzgymnasium.de

 

Link zum Video:

 

https://youtu.be/AkabQMcT318

 

 

Brief der Schulpfarrerin Beate Damm – Der langsame Engel (26.03.2020)

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebes Kollegium und liebe Mitarbeitende,

Wieder eine Woche mit Schule von zu Hause für zu Hause. Wieder eine Woche, in der Arbeit und Schule im Wohnzimmer, in der Küche oder zumindest unter sehr veränderten Bedingungen ablaufen. Inzwischen sind nicht „nur“ die Schulen geschlossen. Das öffentliche Leben einer Gesellschaft ruht.

 

Die veränderten äußeren Bedingungen verändern uns auch innerlich. Wir können ja nur mit der Situation leben und nicht gegen sie. Das ist eine Chance, um nicht alles auf einmal zu denken, zu planen und zu befürchten. Wir nehmen den neuen Rhythmus an und ernst, weil es not-wendend ist.

 

Mit Zeilen von Gerhard Schöne, die eine liebe Kollegin mir im vergangenen Dezember ins Lehrerzimmer-Fach legte, lade ich Sie  und Euch ein, sich selbst darin oder den Wunsch nach einer neuen Perspektive zu entdecken.

 

Liebe Schulgemeinschaft,

dieser langsame Engel ist der Gegenentwurf zu „schneller, höher, weiter“.

Bei diesem Motto denken wir vielleicht zuerst an die, verschobenen, Olympischen Spiele. Aber steckt nicht auch in jeder/m von uns so ein Olympionik, mit Sorge den Anschluss zu verpassen oder den Wettbewerb nicht zu bestehen, nicht gut genug ausgerüstet zu sein?

 

Über den Satz, dass der langsame Engel den Eiligen die Uhren verstellen möchte, habe ich lange nachgedacht. Vielleicht weil ich mich ertappt gefühlt habe.

Beim hindenken zu der Zeit nach dieser Zeit, wenn nicht nur abends 19 Uhr auf dem Balkon Menschen aus allen Teilen Deutschlands „Der Mond ist aufgegangen“ singen oder am Sonntag musizieren. Dahin, wenn Schule und Gottesdienste und Feiern und Konzerte und Schwimmbäder wieder zum Leben dazugehören. Wenn Menschen aller Altersgruppen sich versammeln und daran erinnern, dass wir uns um die Zukunft unserer Erde kümmern müssen, nicht nur, wenn uns eine Gefahr selbst und heute betrifft.

 

Aber wir leben jetzt und müssen nicht nur, sondern dürfen auch einen Gang zurückschalten und langsamer werden.

Vielleicht hilft uns das beim Kräfte mobilisieren zu Hause, wo wir bleiben sollen, aber manchmal überfordert sind, weil Eltern und Kinder sich gestresst fühlen.

Vielleicht hilft es uns bei den Bildern, Zahlen und Befürchtungen besonnen zu bleiben und mit dankbaren, stärkenden, also liebevollen Gedanken zu Menschen hinzudenken.

 

Und zwar nicht nur zu unserem Familien- Freundes- und Bekanntenkreis, sondern zu denen, die sich dieser Herausforderung in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen stellen müssen. Zu allen, die trotzdem arbeiten und helfen, dass nicht zusammenbricht, was die Grundlage des täglichen Lebens ist.

Diese Menschen dürfen gerade nicht langsamer sein als sonst.

 

Aber nehmen wir, wenn unser Handeln eingeschränkt ist, diese Menschen in unser Gebet und in unser Denken. Hoffen wir, nicht nur für uns und unser Land. Stärken wir uns durch Anrufe und Nachrichten und haben wir Geduld mit uns und anderen.

 

Ich möchte Ihnen ein Wort aus der Bibel weitergeben, das in dieser Situation gut zu gebrauchen ist: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2.Tim1,7)

 

All das wünsche ich Ihnen und Euch. Bleiben Sie und bleibt Ihr behütet.

Pfarrerin Beate Damm

Sie erreichen mich:

beate.damm@mail.kreuzgymnasium.de

Und hier der Beitrag auch als Video: https://youtu.be/EKS-G2ffpWY

19.03.2020

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebes Kollegium und liebe Mitarbeitende,

 

Am Morgen ist es in diesen Tagen sehr still. Wie in den Ferien, aber ganz anders. Die Familien müssen den Alltag neu sortieren und Lehrende und Lernende probieren aus, wie „Schule zu Hause“ gelingt. Wir fragen: Was wird kommen? Reicht es aus, nicht zur Schule zu gehen? Und vor allem, wie lange geht das jetzt so? Wie können wir uns in dieser Situation eine Portion Hoffnung bewahren, die trotzdem die Wirklichkeit nicht ausblendet und verantwortlich mit Anderen umgeht?

 

In jedem Jahr vor Ostern gibt es in der Evangelischen Kirche in Deutschland eine Aktion: „7 Wochen ohne“. In diesem Jahr heißt sie „Zuversicht! 7 Wochen ohne Pessimismus“. Ich gebe zu, das klingt angesichts der Nachrichten eigenartig… aber in meinem Leben und vielleicht auch bei Ihnen und Euch haben Zutrauen zu den Menschen und zu Gott durch schwierige Zeiten hindurchgeholfen. Zuversicht entsteht aus dem Vertrauen, dass ein Mensch von Gott und seinen Mitmenschen gesehen und geliebt ist. Wenn wir in einer solchen (über)fordernden Zeit uns ein wenig davon abschauen, Andere zu sehen und ein verantwortungsvolles Miteinander zu  wagen, ist viel gewonnen. Und wenn wir über unsere Landesgrenzen hinaussehen, zu den Orten, die plötzlich ganz aus den Nachrichten verschwunden sind ohne das die Probleme gelöst wären, dann hilft uns das vielleicht zur Einordnung der Ereignisse.

Zuversicht heißt nicht, sich etwas schön zu reden oder sorglos zu sein.

Zuversicht nimmt die Tage und Dinge, wie sie sind. Zuversicht ist eine Haltung, die Hoffnung und Mitgefühl  in sich trägt. Ein zuversichtlicher Blick auf das, was uns umgibt hilft,

 

um dankbar wahrzunehmen, dass und wie viele Menschen Verantwortung übernehmen, helfen, heilen, organisieren

um Menschen zu sehen, die lieber nicht rausgehen sollten und ihnen Hilfe anzubieten

um miteinander telefonisch oder digital im Kontakt zu bleiben (tolle Idee von der SV – Danke!)

 

Sie sind und Ihr seid herzlich eingeladen, in den bestehenden Möglichkeiten im Kontakt zu bleiben, um über das zu reden, was auf dem Herzen liegt. Gerne auch über meine Mail-Adresse, ich schreibe zurück oder rufe Sie/ Euch an: beate.damm@mail.kreuzgymnasium.de

 

Eine gute Freundin schrieb mir Sätze, von denen die ich Ihnen und Euch einige gerne weitergeben möchte:

Nicht alles ist abgesagt… Sonne ist nicht abgesagt, Frühling ist nicht abgesagt,
Aneinander denken ist nicht abgesagt, Lesen ist nicht abgesagt
Zuwendung ist nicht abgesagt, Singen ist nicht abgesagt, Phantasie ist nicht abgesagt
Freundlichkeit ist nicht abgesagt, Gespräche sind nicht abgesagt
Hoffen ist nicht abgesagt, Beten ist nicht abgesagt

Bleiben Sie gesund, behütet und herzlich gegrüßt von Beate Damm

 

Beate Damm

Schulpfarrerin

Evangelisches Kreuzgymnasium

Dornblüthstraße 4

01277 Dresden

 

beate.damm@mail.kreuzgymnasium.de

robertrothmann

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