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Evangelisches Kreuzgymnasium

Veranstaltung

Kreuzsplitter

25.10.2016 Jörg Hägele

splitterDDR – wie war denn das?

 

Zeitzeugen erinnern sich – nach der Lesung ausgesuchter Passagen aus Peter Richters Roman „89/90“ – an ihre Zeit in der Kreuzschule; Moderation: Sonya Winterberg

 

Am 24. November ab 19:00 Uhr steht Peter Richters erfolgreicher Roman 89/90 im Zentrum einer Veranstaltung im Rahmen der Kreuzsplitter-Reihe. Der Förderverein des Evangelischen Kreuzgymnasiums lädt hierzu herzlich in den Musiksaal der Schule ein.

Eingerahmt und untermalt von Musik und Filmmaterial aus der Zeit um 1990 tragen Schülerinnen und Schüler Textpassagen Richters vor. Diese Auszüge wiederum werden drei Personen der Dresdner Zeitgeschichte, die vor 26 Jahren in unterschiedlicher Weise Beteiligte und Zeitzeugen waren, als Anlass dienen, ihre heutige Sicht auf die damaligen Ereignisse zu schildern. So sind Vortragsort, Vorlesende und Gäste dem Werk Richters besonders angemessen, überzeugt es doch durch die intensive Vermittlung von Stimmung und Lebensgefühl aus dem Blickwinkel des 16-/17-jährigen Kreuzschülers und seiner Beteiligung an dem Geschehen in seiner Stadt. Viele Facetten des jugendlichen Lebens werden beleuchtet, z.B. Nächte im Freibad Bühlau, verdrießliche schulisch-politische Verpflichtungen, Demonstrationen, die Besuche von Helmut Kohl in der Stadt, wachsende Freiräume in der Neustadt, zunehmende und stetig gewalttätiger werdende Konfrontationen mit Neonazis und immer wieder Musik (Punk).

Richters Buch unterscheidet sich stark von anderen Texten zur „Wende“. Sie führen uns vor Augen, wie ungleich die Menschen das Geschehen damals wahrnahmen, je nachdem, welcher Generation sie angehörten und in welche privaten, gesellschaftlichen und beruflichen Kontexte sie eingebunden waren.

Inspiriert von diesem Puzzle wollen wir neugierig weitere Eindrücke zusammentragen und einen komplexen Rückblick auf die Zeit gewinnen.

Das sollte für alle interessant sein: für Zeitgenossen, die eigene Erinnerungen wieder aufsteigen fühlen, für deren Kinder, welche von anderen Blickwinkeln als den vertrauten familiären erfahren, für Zugezogene, die mehr verstehen können. Aus der Reflektion der eigenen Vergangenheit kann viel positives Potential erwachsen!

Als Podiums-Gäste sind eingeladen:

Milko Kersten, Jg. 1965, Orchesterpädagoge am Heinrich-Schütz-Konservatorium und freischaffender Dirigent. Mit der Kreuzschule ist er als ehemaliger Kruzianer und Leiter des Chorus 116 in der Vergangenheit und heute verbunden.

Marcello Meschke, Jg. 1961, war von 1975 bis 1979 als Schüler und von 1985 bis 1995 als Lehrer für Sport und Biologie an der Kreuzschule. Er beteiligte sich im Herbst 1989 federführend am Demokratisierungsprozess der Schule. Seit 2007 ist er als Schulleiter am Bertolt-Brecht-Gymnasium Dresdens tätig.

Lars Rohwer, Jg. 1972, machte 1990 Abitur am Kreuzgymnasium, war politisch aktiv und trat bereits 1990 der CDU bei. Als Landtagsabgeordneter bekleidete er verschiedene Ämter in der Jugend- und Finanzpolitik. Heute sitzt er Dresdner Vereinen wie dem DRK und dem DSC 1898 als 1. Vizepräsident vor.

Die Moderation des Abends übernimmt Sonya Winterberg, die als Mutter und Elternratsvorsitzende der Schule eng verbunden ist. Als Sachbuchautorin hat sie sich zuletzt intensiv mit der Institution Kreuzschule beschäftigt. Der von ihr im Verbund mit anderen Autoren erarbeitete Titel Wie keine andere – Die Dresdner Kreuzschule in der DDR erscheint diesen Herbst im Verlag Bild und Heimat.

 

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

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