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Evangelisches Kreuzgymnasium

Veranstaltung

Zeitzeugin

29.09.2016 Jörg Hägele

ABENDVERANSTALTUNG

 

am 19. OKTOBER 2016 um 19:00 UHR

 

in der Aula des Evangelischen Kreuzgymnasiums

 

Henny Brenner (geb. Henny Wolf; geboren am 25. November 1924) ist eine ehemalige Zwangsarbeiterin und jüdische Schriftstellerin, die in ihrem autobiographischen Bericht Das Lied ist aus (2001) über ihr Leben in Dresden und die Rettung ihres Lebens durch die Bombenangriffe auf Dresden im Februar 1945 erzählt.

 

Henny Wolf wuchs in einer wohlhabenden großbürgerlichen Familie in Dresden auf. Der Vater war Protestant, die Mutter Jüdin. Mit den nationalsozialistischen Rassegesetzen veränderte sich das Leben der nun „gemischt-rassischen nicht-privilegierten Familie“ schlagartig. Henny Brenner wurde beschimpft, isoliert und ausgestoßen. Im Juli 1941 wurde sie zur Zwangsarbeit bei Zeiss-Ikon ins Goehle-Werk verpflichtet, wo u. a. auch Victor Klemperer arbeitete. Für den 16. Februar 1945 stand ihre Deportation bevor, die sie aber wegen der gleichzeitig einsetzenden Bombardierungen Dresdens nicht mehr anzutreten gezwungen war. Die Zerstörung der Stadt rettete sie vor der Deportation, obwohl auch danach noch die Gestapo – selbst ausgebombt – nach versteckten Juden suchte. Henny Brenner berichtet auch von dieser Zeit bis zum Einmarsch der Roten Armee (8. Mai) und der anschließenden Flucht nach West-Berlin und später nach Weiden. Henny Brenner wurde am 19. Mai 2014 für ihre Aufklärungsarbeit als Zeitzeugin der Sächsische Verdienstorden verliehen.

 

Die Veranstaltung erfolgt in Zusammenarbeit mit der

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Politisches Bildungsforum Sachsen
Königstraße 23
01097 Dresden

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